Perspektiven nach dem NSU-Prozess – Vortrag & Diskussion

Die Veranstaltung „Perspektiven nach dem NSU-Prozess“ am Sonntag im blaenk muss krankheitsbedingt leider ausfallen. Wir werden sie aber demnächst nachholen, versprochen!

Bis dahin, achtet auf das bald anstehende Prozessende, am Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess werden wir nämlich auch hier bei uns in Lüneburg auf die Straße gehen!

Euer coraci-Team

Perspektiven nach dem NSU-Prozess
Vortrag & Diskussion mit NSU Watch

5 Jahre nachdem der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im Mai 2013 am Oberlandesgericht München begann, wird dieses Jahr ein Urteil erwartet. Doch bereits jetzt ist klar, dass der Prozess wenig Aufklärung gebracht hat. Während sich die Staatsanwaltschaft und das Gericht auf Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe und eine Hand voll Unterstützer als angeblich isolierte Terrorzelle fixiert, bleibt vieles im Verborgenen und wird vermutlich erst in Jahren oder nie an die Öffentlichkeit gelangen. Die Justiz scheitert an der Aufklärung des Neonazi-Terrors, des deutschlandweiten Unterstützer-Netzwerks und der Verstrickung des Verfassungsschutzes.

Überlebende und Betroffenen der Morde, antirassistische Initiativen sowie kritische Journalist*innen begleiten den Prozess von Anfang an. Die Versuche diese ausbleibende Aufarbeitung und Auseinandersetzung zu begleiten, zu skandalisieren und voranzutreiben scheiterten meist an der ausbleibenden Resonanz der deutschen Mehrheitsgesellschaft.

Wir möchten zusammen mit euch und Caro von NSU-Watch der Frage nachgehen, wie es nach dem Prozess weiter gehen kann. Welche Perspektive wir für die weitere Aufklärung des „NSU-Komplex“ haben wir? Was ist von den Untersuchungsausschüssen der Bundesländer zu erwarten? Welche Möglichkeiten der Intervention unsererseits gibt es?

NSU-Watch ist ein bundesweites, antifaschistisches Bündnis, das die Aufklärungsarbeit zur rechtsradikalen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) kritisch begleitet und dokumentiert sowie Hintergründe recherchiert. Es nahm seine Arbeit im April 2013 vor Beginn des Münchener NSU-Prozesses auf, wird von einer Gruppe Ehrenamtlicher betrieben und von zivilgesellschaftlichen Initiativen getragen. Es wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Infos: www.nsu-watch.info

Ort: blaenk – Lünertorstraße 2
Der Eintritt ist frei.