{"id":1532,"date":"2021-06-09T08:48:36","date_gmt":"2021-06-09T06:48:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coraci-festival.de\/?p=1532"},"modified":"2023-03-20T18:02:17","modified_gmt":"2023-03-20T17:02:17","slug":"colorism","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coraci-festival.de\/index.php\/2021\/06\/09\/colorism\/","title":{"rendered":"Colorism"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Colorism (oder auch Shadeism) ist eine Form von Rassismus, die weniger bekannt, aber genauso wichtig zu thematisieren ist. Sie basiert ebenso auf diskriminierenden Denkmustern wie Rassismus, jedoch bietet die Schattierung der Haut die Grundlage f\u00fcr eine Bevorzugung oder Benachteiligung einer Person. Schwarze Menschen mit eher hellerer Hautfarbe erfahren deshalb andere rassistische Diskriminierung als BIPoC mit dunklerer Haut. Light skinned People genie\u00dfen Privilegien, die dark skinned Menschen verwehrt bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diejenigen, die am ehesten dem europ\u00e4ischen Sch\u00f6nheitsideal gleichen, erfahren im Alltag weniger Ausgrenzung. Studien zufolge hat dies konkrete Auswirkungen im Justizsystem, bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt, in den Medien, dem Gesundheitswesen und der Politik \u2013 also in allen Lebensbereichen. Menschen mit hellerer Haut f\u00e4llt es oftmals schwer zu verstehen, dass sie in einem rassistischen System Privilegien genie\u00dfen, die andere nicht haben. Wichtig ist vor allem die Anerkennung der unterschiedlichen Rassismuserfahrungen: Geschlecht, soziale Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, K\u00f6rper, Be_hinderung, regionale Hintergr\u00fcnde und eben auch die Hautfarbe haben eine ausschlaggebende Wirkung.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens werden Menschen mit hellerem Hautton gesellschaftlich favorisiert. Der Hauptunterschied zu Rassismus ist, dass Colorism nicht nur zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen auftritt, sondern auch innerhalb einer ethnischen Gruppe. Im Diskurs und Kampf gegen Rassismus ist die Thematik innerhalb BIPoC Communities stark tabuisiert und macht ihre Auseinandersetzung sehr emotional.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Begriff Colorism pr\u00e4gte erstmals die afro-amerikanische Schriftstellerin Alice Walker. In ihrem Roman \u201eDie Farbe Lila\u201c (1982) erkl\u00e4rt sie, dass rassistische Kategorisierung von vielen Faktoren abh\u00e4ngt. Der Hautton ist nur ein Diversit\u00e4tsmerkmal, welches zur Hierarchisierung von Menschen missbraucht wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"color:#9d736a\" class=\"has-inline-color\">Mariama Bah<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Colorism (oder auch Shadeism) ist eine Form von Rassismus, die weniger bekannt, aber genauso wichtig zu thematisieren ist. Sie basiert ebenso auf diskriminierenden Denkmustern wie Rassismus, jedoch bietet die Schattierung der Haut die Grundlage f\u00fcr eine Bevorzugung oder Benachteiligung einer Person. 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