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Vom 25. bis 27. Juni 2021 findet zum 12. Mal das Coraci – festival contre le racisme statt. Das Coraci – Festival ist ein kleines politisches, antirassistisches Festival, das jährlich am Campus der Leuphana Universität Lüneburg stattfindet. Es ist kostenlos und wird größtenteils von freiwilligen Studierenden organisiert. Dieses Jahr in digitaler Form.

Fakten zum diesjährigen Festival:

Da wir uns durch die COVID-19 Pandemie zurzeit nicht persönlich begegnen können, kann das Festival leider nicht im herkömmlichen Sinne stattfinden. Trotz der Pandemie sind politische Kämpfe nicht weniger relevant, sondern vertsärken sich. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, das diesjährige Festival in den digitalen Bereich zu verlegen. 

Seit Jahren durchlebt Deutschland strukturelle, gesellschaftliche Probleme, die durch die COVID-19 Pandemie offenbart wurden. Durch die mediale Dominanz der Pandemie werden die Menschen, die zuvor schon systematische Benachteiligung erlebt haben, vermehrt in den Hintergrund gerückt. Dazu zählen auch Kunstschaffende in der Diaspora, welche unter den Machtverhältnissen leiden. Wir erleben in dieser Zeit einerseits gesellschaftliche Veränderungen, wie die großen Black Lives Matter Demonstrationen im Sommer 2020. Andererseits begegnet uns das Wiederaufleben allgemein akzeptierter Verschwörungstheorien antisemitischen und rassistischen Ursprungs. 

Auch in der Musikwelt herrschen absurde Machtverhältnisse, die sich in der deutschen Gesellschaft mit langer Tradition etabliert haben. Der Eurozentrismus und die dominante weiße Mehrheitsgesellschaft globalisieren ihre Wertevorstellungen und drängen seither minoritäre Kunst- und Kulturschaffende an den Rand. Wir wollen mit diesen Strukturen brechen und denjenigen eine Plattform bieten, die zu einem repräsentativen Musikleben beitragen. 

Deshalb legen wir einen Fokus auf die Musikschaffenden und schenken ihnen die Aufmerksamkeit die sie verdient haben. Wir betrachten die erzählten Geschichten und hören die Apelle, um zu lernen, wie wir neue Strukturen schaffen können, die jene Künstler*innen nicht weiter marginalisieren.

Diasporische Positionen in der Musik- Wem hörst du zu?

Die diesjährigen Referent*innen beleuchten anhand von Vorträgen, musikalischen Beiträgen, Poetry Slams und Filmen die Thematik aus verschiedenen Perspektiven. Wir laden euch herzlich zu unserem Rahmenprogramm ein und freuen uns mit euch zu diskutieren, zu reflektieren und über Veränderungen nachzudenken! 

Wir behalten uns vor, Personen mit rassistischen und anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Das Coraci-Festival wird von Menschen organisiert, die an politischen Prozessen interessiert sind und sich mit Hilfe dieses Festivals für einen gesellschaftlichen Wandel engagieren wollen. Das Projekt finanziert sich anhand von Geldern aus der Studierendenschaft, dem Gleichstellungsbüro der Universität Lüneburg und anderen Spendengeldern. Alle Organisator*innen und Helfer*innen arbeiten unentgeltlich. So können wir auch den Künstler*innen und Referent*innen nur eine Aufwandsentschädigung zahlen und setzen auf die Solidarität aller Beteiligten.

Damit wünschen wir Euch allen ein erkenntnisreiches digitales Festival!

Euer Coraci 2021-Team

Coraci 2021 Design: Sibel Bicer